| Beim Schwarzfahren erwischt ! |
Alles begann, als das Wetter schlecht wurde
und man sich zum biken trockene Plätze suchen wollte. So z.B.
den stillgelegten (!!!) Güterbahnhof in Altona. Hier trafen
sich am Sonntag fünf wackere Recken, um mit ihren Alu- bzw.
Stahlrössern ein wenig Spaß zu haben. Nach einer mehr
oder weniger motivierten Einfahrphase fand man eine Schaufel - und
sofort entstanden vor dem geistigen Auge der fünf Jungs Doubles und Tables. Ob sich das mit dieser Schaufel anfertigen
lässt?
Konkrete Pläne wurden geschmiedet, als sich eines der Bahngeleise
als schienenlos und sandig erwies. Eh man sich versah wurde ein
3m langer Table aus dem Boden gestampft. Selbst der bis dahin dicht
verhangene Himmel hatte, ob solch reger Bemühungen, ein Einsehen
und gab pünktlich zu Beginn einer fetten Session, den Blick
auf die Sonne frei. Unsere Freunde sahen mit Entzücken, wie
der Table immer besser funktionierte und die Jumps immer stylischer
wurden. Selbst vorbeikommende Spaziergänger erfreuten sich
der friedlichen Zusammenkunft junger Menschen. :-)
Hatte man endliche einen Platz gefunden,
der vor der Witterung geschützt ist? Wie sieht die Zukunft
hier aus. Wird der alte Güterbahnhof wieder zum Leben erweckt
und tausende Biker werden den Winter wieder eine Unterkunft haben.
Es schreit regelrecht nach Ausbaumöglichkeiten. Endlich Platz
für eine Dirtline - und das auch noch überdacht! Hhhhhhmmmmmm!
Nachdem die Dunkelheit über Hamburg hereingebrochen
war, machten sich die fünf -Dirtjumper- auf den Weg zur nahegelegenen
Dönerbude. Das verlangten nach Nahrung ward gross. In ihrer
Unverdrossenheit bemerkten sie, den Bomber Jacken behangenen Mann
mit Funke, der ihnen den letzten Drop von dem Betontrail verwehrte,
erst zu spät. Mit dem nötigen Respekt wies Hartmut Mehdorns
Scherge unsere Freunde darauf hin, dass sie sich "unbefugt"
auf stillgelegtem (!!!) Bahngelände befänden und der BGS
bereits auf dem Weg sei um sich mit solch Sprayern zu beschäftigen,
die er heldenhaft gestellt hatte. Dieses Missverständnis konnte
schnell ausgeräumt werden und gleich war der Scherge viel netter
- was man von seinen eher einfältigen Kollegen, die sich noch
dazu gesellten, nicht behaupten kann ( die durften nicht mal ein
Funkgerät tragen ).
So vertrieb man sich das Warten auf die Männer in grün
mit dem Bertachten der Sessionfotos. Die Bahnschergen warfen derweil
den Gefährten der Fünf huldvolle Blicke zu.
Die so "eilig" herbeigerufene Polizei schien es nicht
ganz so eilig zu haben. Als sie aber dann doch eintraf, hatte sie
wenig Verständnis dafür, dass Betreten eines stillgelegten
(!!!) Bahnhofs als Hausfriedensbruch aufzunehmen und entließ
die Radler mit den besten Wünschen. Lediglich einen raschen
Blick in deren Taschen, zur Sprühdosekontrolle gehörte
zum Pflichtprogramm.
Der Döner schmeckte daraufhin noch mal so gut, denn das lange
Warten hatte den Appetit nicht im geringsten gezügelt. Und
so ging für die fünf Dirtbiker ein erfüllter und
ereignisreicher Tag zu Ende.
Und die Moral von der Geschicht: Man muss nicht
im Zug sitzen um beim Schwarzfahren erwischt zu werden! Hoffentlich
ist bald Sommer!
elguido
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Bilder sind durch anklicken vergrösserbar!
| Autor: |
elguido |
| Datum: |
29.01.2002 |
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