North Short - Klappe die Zweite

Und ewig lockt das alte Weib! Teterow.... wie die letzten Jahre zog es uns auch dieses Jahr wie den Nagel zum Magneten nach Teterow um unserem geliebten DH-Sport zu frönen. Wie jedes Jahr zog Basti Maag alle Register. Das Rahmenprogramm für das Downhillrennen am Montag fing schon am Samstag in der Kellerholz Speedwayarena an, wo zig Profis mit ihren
langhubigen Drehmomentmonstern und Methanol die Luft zum Vibrieren brachten.
Sehr vom Alkohol gezeichnete Bürger, Nackidei Flitzer, leicht bekleidete Jungfrauen, ein paar Downhill-Jünger und sonstige PS Fanatiker verneigten sich hier im Kreis, als die Piloten alle Pferde an dieKette liessen. Laut den führenden Ostblättern am Tage danach waren es um die 8500 Zuschauer! Wieder wurde ein spannendes Rennen geboten, wenn auch mit etwas mehr Unfällen wie im letzten Jahr, die aber alle glimpflich verliefen. Als es zu Ende war, hatte alle so einen komischen Gesichtsausdruck, der nur von einer absoluten inneren Zufriedenheit herrühren konnte. Bis auf einen, ein bekennder Teterowsympathisant und amtierender Special Operator einer kleinen unbeugsamen Rahmenschmiede aus bekannten Gestaden war sehr traurig, dass die beiden TÜV Nord Frauen, die er in einem der letzten Jahre hier erblickte nicht gewagt haben, sich seinem Heiratsangebot zu stellen um ihn in den sicheren Hafen der Ehe zu begleiten... Die beiden Frauen wurden auf einem Jeep durch die Arena gefahren und waren zum Dank nur mit wasserlöslichen Farben bemalt und zeigten, dass es auch noch Brüste gibt, die nicht der Gravitation Tribut zollen. Der benannte Sympathisant im folgenden SOP genannt, rief den beiden ein unmissverständliches Angebot zu, dass wohl leider in dem Lärm der ca 5000 ebenso denkenden TÜV Freunde unterging. Deswegen nahm er sich dieses Jahr vor, die Sache zum Ende zu bringen.
SPO, wir denken an Dich! Ein Steckbrief ist zum TÜV Nord unterwegs, vielleicht klappt es ja noch!!

Abends mussten wir dann nicht etwa in Zelte oder ähnliche Schlichtbehausungen kriechen, sondern wurden von Bastis Mutter fürstlich empfangen, beköstigt und in liebevoll ausgestattete Schlafkammern zum Schlafen angehalten! Zuvor wurde noch ein Hecht verspeist, den ein männliches Mitglied aus Bastis Großfamilie extra unter großen Gefahren einem nicht genannten Süsswasser in Schwerins Umgebung dem kühlen Nass entrissen hat! Und von wegen Anglerlatein! Das Schuppentier war fast einen Meter groß und musste sehr gekrümmt und ohne Kopf im Ofen Platz nehmen!
Des Nachts dann wurden unsere Träume nur noch von rivalisierenden Lärmbanditen untermalt, die im Zeltlager der Fans Audi V-8 Motoren OHNE Auspuffanlage auf ein Stahlgestell geschweisst zum Brüllen brachten. Zuerst sehr human, ohne zu sehr im roten Bereich, dann unter erschwerten Bedingungen, sprich ohne Öl, verändertem Sprit usw wurde dem Aggregat, das vielleicht zuvor den Kanzler kutschierte, alles abverlangt. Es war klar, dass ein Werkstattaufenthalt nicht in Frage kam und da Motoren killen noch nicht strafbar ist, wurde der 30-V Motor langsam aber sicher unter maximaler Lärmausdehnung in den Tod geschickt.

Morgens dann frisch erwacht, stand Vater Maag schon an der SAECO Kaffemaschine um einen jeden von uns mit einem excellent schmeckenden Käffchen in den Tag zu begrüßen! Der Frühstückstisch liess nichts zu wünschen übrig und nach erfolgter Speisung der Zehntausend fuhren wir dann zum Bergring um den Big Air Jumpcontest vorzubereiten. Die Sonne lockte und der Strom an Menschen die zum Bergring pilgerten um in der sengenden Hitze den Grasbahnfahrern zuzuschauen riss nicht ab. Wir freuten uns auf 20.000 Augen die im Innenring den Jump Contest bestens im Blick hatten. SOP und meine Wenigkeit moderierten den Contest, da Basti Maag zum ersten Mal seit 10 Jahren wieder Methanol im Blut hatte und mit zu dem hochkarätigen Fahrerfeld gehörte, die um Bergringpokal und Goldhelm heizen würden. SOP und ich brachten uns so ab 10°° mit Sekt auf Touren, denn keiner von uns hat je vor soviel Leuten gesprochen, da musste das Lampenfieber erstmal mit erquickendem Mumm Dry neutralisiert wurden, was uns auch gut gelang. Zeitweise so gut, dass wir uns gegenseitig ermahnen mussten, keine schmutzigen Witze zu erzählen. Die Lust auf einen Missbrauchs des Mikrofons vor so vielen Leuten war doch sehr groß. Dank der guten Erziehung unser Eltern, gelang es uns dann doch, die Moderation dem Event entsprechend zu gestalten. Wir wechselten uns ab und führten dass Publikum durch die schillernde Bikewelt und ihre Stars.

In den letzten Jahren durch Joscha Forstreuther verwöhnt, war man natürlich sehr gespannt, was denn nun ohne ihn geboten wurde und ich muss sagen, Josef aus Rohrstock und Basti Schlecht aus Kiel haben das letzte Jahr fleissig geübt. Josef hatte das ganze Gesicht voller Tape, was sicherlich nicht vom Nasebohren herrührte.....Gewonnen hat dann Basti Schlecht / Kiel / Alutech und heimste damit 150 Euronen Prämie ein, die vom lokalen Reifendienst Börger gesponsert wurden. Zweiter wurde Josef Seidel / Rohrstock vor Rayko Gross, ebenfalls Rohrstock.

Nun konnten wir uns in aller Ruhe auf das Bergringspektakel vorbereiten um Basti Maag bestmöglichst anzufeuern. Wir entschieden uns für die Nordkurve und machten uns mit einigen Flaschen Sekt und Co auf den Weg. Wie sich herausstellte, die beste Wahl! In jeglicher Hinsicht, es war die beste Mischung aus:
guter Einsicht auf die Strecke, nackter Haut in Zweiteilern, kürzeste Wege zu Zapfhähnen, maximale Sonneneinstrahlung und herumstreunernde einsame Frauen auf der Suche nach einsamen SOPs. Wir, unsere Lachmuskeln, Stimmbänder, hatten beste Laune. Basti wurde in einem packenden Rennen ZWEITER beim Bergringpokal und verwies nach 10 Jahren Rennabstinenz zig Profis auf die Plätze. Mit einem getunten Motor von Egon Müller und diversen Einheiten bei der Physioschlampe ging er fit ins Rennen und zeigte dem Publikum wo es übers Geharkte geht. Während dieser ganzen Läufe, die sich über den ganzen Tag hinzogen, hatten wir in der Nordkurve nicht unerheblichen Spass. Insbesondere SOP, dem ich eventuell noch eine Foto-Lovestory widmen werde. Wie der Zufall das so will, kamen drei Weibchen des Weges und guckten gierig durch die Gegend...wie ferngesteuert zeigten alle unsere Finger auf SOP und siehe da, die drei Musketiere nahmen sich dem Schicksal des armen Nicolaisklaven an. Getrunken wurde nicht etwa leckerer Gerstensaft oder Prickelbrause, nein es war eine als zu geniessender Alkohol deklarierte Absturzlösung jenseits der 50% Marke, die so ca 60ct / Liter kostet. Die wurde so alle 5 min in den Rachen gestürzt... Das Ende vom Lied war ein in Unterhose tanzender Bodynazi alias SOP und drei klitschnass sich auf dem Boden wälzende Dampfwalzen..... Die Mitte der Geschichte bitte ich jedem Leser seiner Fantasie zu überlassen....
Nach Siegerehrung und anderen Liebesbekundungen an Basti ging es dann wieder zurück zu den Maags, wo des Abends eine Party stieg. Die Party unterlag wieder dem XXL-Support von Bastis Eltern und war kulinarisch und auch sonst ein Highlight.... Der fehlende Strip von Rayk wurde im Rahmenprogramm durch SOP und Olli Maag ersetzt, indem sie ihre Feuerspuckkünste, die ein Wochenende zuvor in Ilmenau geübt wurden, zum Besten gaben. Zu später Stunde entschieden sich dann viele noch für den von Egon Müller wohl zu Recht bezeichneten Schwanztempel und ich für mein Bett. In dem Tanztempel gaben denn alle nochmal alles, insbesondere Josef aus Rostock, der die Security wohl des öfteren motivierte, die ganze Horde vor die Tür zu weisen.....Auf dem Heimweg wurden finstere Pläne von einem Analritter geschmiedet, der hier schon als SOP bekannt ist.... Er wollte mich des Nachts heimsuchen und mir schreckliches antun.. Zum Glück lag noch Henrik Hauke in meinem Zimmer, der das minutiös geplante Attentat noch in letzter Minute vereitelte! VIELEN DANK HENRIK!!!! Ich habe die Kerze und die bereits aufgetragene Vaseline dann des morgens zu Gesicht bekommen und mein Gesicht erblasste deutlich.....

Am Montag dann startete unser DH Race in den Heidbergen am Fusse des Bergrings. Knapp 40 Teilnehmer stürzten sich den Steilhang hinunter und versuchten, den Besten zu ermitteln... Bester wurde Eric Förster vor Christian Krüger und Olliver Maag. Bei den Hardtails siegte Josef Seidel. Mehr Ergebnisse bald unter www.north-short.de Das Rennen verlief super, lediglich ein kleines Schlüsselbein kapitulierte an einer ostdeutschen Eiche und musste unter weisser Umgebung versorgt werden. Der Ausklang des Wochenendes fand wieder im Maagschen Garten statt, wo sich dann nach und nach die illustre Gesellschaft auflöste. An dieser Stelle nochmals vielen lieben Dank an die Familie Maag, ohne die vieles nicht so einfach, bequem und komfortabel wäre!

Fahrer am ( mückenfreien ) Start

im Ziel Mücken !! - Flucht

   

Foto by dhracer.de

Foto by dhracer.de

   

Foto by dhracer.de

Fahrer : Olli Maag

   

   


Autor: Matthias Sievert
Datum: 03/06/2004



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